10. April 2018

Fünf Jahre Förderverein

Bous. Das Sankt Barbara Hospiz in Bous feiert im April sein dreijähriges Bestehen – doch bereits zwei Jahre vor der offiziellen Eröffnung hatte sich im April 2013 der Förderverein Sankt Barbara Hospiz gegründet. „Die Bürger haben damals ein großes Interesse an dieser Idee gezeigt“, erinnert sich Prälat Dr. Peter Prassel, der im November 2013 zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde, an den ersten Informationsabend im Petri-Hof Bous am 17. April 2013 zurück.

Im von der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken betriebenen St. Barbara Hospiz werden Schwerstkranke und Sterbende sowie deren Angehörige in der letzten Lebensphase einfühlsam begleitet. Neben professioneller Pflege, medizinischer Versorgung und schmerztherapeutischer Betreuung ist das Anliegen, Sterbenden eine würdige, liebevolle und auch spirituelle Begleitung bis zum Lebensende zu ermöglichen.

Zweck des Fördervereins ist die finanzielle und ideelle Unterstützung des Hospizes, zum Beispiel durch Spender-Werbung oder die Durchführung von Veranstaltungen. Der Verein betreibt Öffentlichkeitsarbeit, um auf die Hospizarbeit aufmerksam zu machen und sieht sich als Brückenbauer zwischen dem Hospiz und der Bevölkerung. „Wir wollen die Menschen für die Themen Tod und Sterben sensibilisieren und ein Vorbild für eine humane Gesellschaft sein“, erklärt Gisela Rink, die im November 2016 Prälat Prassel als Vorsitzende ablöste.

Das Sankt Barbara Hospiz muss wie jedes stationäre Hospiz nach gesetzlichen Vorgaben fünf Prozent der laufenden Kosten über Spenden finanzieren. Das sind jährlich rund 60.000 Euro. Der Förderverein unterstützt aktiv Spendensammel-Aktionen. „Ich bin stolz darauf, dass wir unseren Teil dazu beitragen können, das Leben am Ende mitzugestalten“, resümiert Prälat Prassel rückblickend. „Wir konnten neben Geldspenden auch ein paar besondere Dinge anschaffen, um den Aufenthalt für die Hospizgäste so angenehm wie möglich zu gestalten.“

Zudem werden durch die Spenden Angebote für haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter möglich, wie zum Beispiel Finanzierung des Weihnachtsbrunchs, Oasentage für Ehrenamtliche, Kostenübernahme von Fortbildungen für die Mitarbeiter und das jährliche Sommerfest. Zudem wird mit öffentlichen Aktionen wie der Teilnahme an der Seniorenmesse am 27. Mai in Völklingen für neue Mitglieder und Spenden geworben. Ein weiterer Höhepunkt sind die jährlich im Herbst stattfindenden „Bouser Hospizwochen“ mit Film-Vorführungen und Informations-Veranstaltungen. Dank der großen Spendenbereitschaft in der Bevölkerung konnte zum Beispiel eine Musiktherapeutin finanziert werden.

„Ziel ist es immer, die Lebensqualität der Hospiz-Gäste zu erhalten oder zu fördern“, betont Gisela Rink. Sie will auch in Zukunft weiter für das Hospiz werben und es bei den Menschen in der Region bekannter machen: „Es ist ein beruhigendes Gefühl, zu wissen, dass es so eine Einrichtung gibt, auch wenn man sie vielleicht nie brauchen sollte.“

Neben dem Förderverein erfährt das Hospiz auch eine große Spendenbereitschaft und vielseitiges Engagement von Unternehmen, Organisationen und Vereinen aus den umliegenden Städten und Gemeinden.  Einrichtungsleiterin Köhler bedankt sich bei jedem Einzelnen für seinen Einsatz: „Ich freue mich sehr, dass sich die Menschen in der Umgebung für das Hospiz engagieren und wir mit gemeinsamen Aktionen in der Öffentlichkeit dazu beitragen können, Hemmschwellen abzubauen. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied im Förderverein, aber auch über jeden, der sich auf andere Art und Weise engagieren möchte.“