21. Juni 2016

26.000 Euro fürs Sankt Barbara Hospiz

26.000 Euro spendet der Förderverein des Sankt Barbara Hospizes Bous an die Einrichtung – das haben die Mitglieder in ihrer letzten Versammlung beschlossen. Hospizleiterin Judith Köhler dankte dem Förderverein ganz herzlich für diese sehr großzügige Spende – nach gesetzlichen Vorgaben müssen stationäre Hospize 5 Prozent der laufenden Kosten über Spenden finanzieren. Das Sankt Barbara Hospiz braucht demnach im Jahr rund 60.000 Euro an Spendengeldern.

 

Spendenübergabe
Fernsehsessel für die Hospizgäste: Helmut Himber, Bürgermeister Stefan Louis, Hildegard Tascher und Prälat Dr. Peter Prassel vom Förderverein mit Hospizleiterin Judith Köhler (2. von links).

Die Spende des Fördervereins nutzt Judith Köhler unter anderem zur Anschaffung komfortabler Fernsehsessel für die Hospizgäste. „Mit Hilfe dieser bequemen Sessel können zum einen kurzfristig Erleichterungen in der Mobilisation geschaffen werden, außerdem ermöglichen sie den Hospizgästen ein Dabeisein in den Gemeinschaftsräumen mit ihren Angehörigen. Nicht nur die Hospizgäste profitieren von diesem bequemen Ledersessel, auch die Angehörigen können ihn für eine kurze Auszeit während des Hospizaufenthaltes nutzen“, erklärt die Hopsizleiterin.
Prälat Dr. Peter Prassel, Vorsitzender des Fördervereins St. Barbara Hospiz Bous, erklärt: „Wir möchten mit unserer Arbeit die breite Öffentlichkeit anregen, sich gedanklich auf das Thema Hospiz und Sterben einzulassen. Sterben gehört zu unserem Leben und lässt sich vor allem im fortgeschrittenen Alter kaum noch verdrängen. Aber im Sterben allein zu sein, das wünscht sich niemand. Es ist jedoch eine Tatsache, dass auf Grund des demografischen Wandels immer mehr Menschen im Alter immer öfter in Ein-Personen-Haushalten leben werden, mit steigender Tendenz in den nächsten Jahren. Dies hat auch zur Folge, dass immer mehr ältere Menschen in der Sterbephase alleine sind. Hier drängen sich für die Betroffenen und auch die Angehörigen Ängste und Sorgen in den Vordergrund. Wir wollen diesen Ängsten aktiv entgegenwirken und unterstützen die Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts) dabei, am Standort Bous das stationäre Erwachsenenhospiz St. Barbara unter der Leitung von Frau Judith Köhler zu unterhalten.“
Im St. Barbara Hospiz Bous werden Schwerstkranke und Sterbende (sowie deren Angehörige) in der letzten Lebensphase einfühlsam begleitet. Neben professioneller Pflege, medizinischer Versorgung und schmerztherapeutischer Betreuung ist das Anliegen, Sterbenden eine würdige, liebevolle und auch spirituelle Begleitung bis zum Lebensende zu ermöglichen.
Die Betreuung schwerstkranker Menschen, die hier als Gäste bezeichnet und willkommen geheißen werden, sowie ihrer Angehörigen sei kostenfrei, erklärt Prassel weiter. Nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen übernähmen die Kranken- und Pflegekassen die Kosten für diese Betreuungen jedoch nicht in voller Höhe. „Deshalb sind Hospizeinrichtungen immer auf zusätzliche Spenden angewiesen. Und dazu benötigen wir die Unterstützung der Öffentlichkeit.“